{"id":662,"date":"2018-09-09T22:46:24","date_gmt":"2018-09-09T20:46:24","guid":{"rendered":"http:\/\/freieroffensive.de\/?p=662"},"modified":"2023-09-19T21:58:46","modified_gmt":"2023-09-19T19:58:46","slug":"einladung-zu-maischbergers-talkshow-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freieroffensive.de\/index.php\/2018\/09\/09\/einladung-zu-maischbergers-talkshow-2\/","title":{"rendered":"Einladung zu Maischbergers Talkshow"},"content":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach Erscheinen des Briefes bekamen wir eine Anfrage von &#8222;Menschen bei Maischberger&#8220; f\u00fcr eine Sendung zum Thema &#8222;Prostitution&#8220; am Dienstag den 20. Januar 2015.<\/p>\n<p>Leider mussten wir passen. Hier unsere Antwort:<\/p>\n<p>&#8222;Sehr geehrte Frau Maischberger,<\/p>\n<p>vom &#8218;Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen&#8216; haben wir Ihre Anfrage wegen der Sendung &#8222;Menschen bei Maischberger&#8220; zum Thema &#8222;Prostitution&#8220; weitergeleitet bekommen.<\/p>\n<p>Leider k\u00f6nnen wir uns nicht zur Verf\u00fcgung stellen. Das \u201eOuting\u201c w\u00fcrde zu drastische pers\u00f6nliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zugegeben, das ist ein bisschen feige, und auch nicht konsequent in Anbetracht unseres Texts, den wir letztes Jahr ins Netz gestellt haben.<\/p>\n<p>Wir haben mit einigen unserer Freundinnen (auf Zeit) \u00fcber die Hetzkampagne von Frau Schwarzer gesprochen und ihnen unseren Text vorgestellt. Hier, f\u00fcr Ihr Interesse, die Antwort einer Frau aus Rum\u00e4nien, die seit einigen Jahren nach Deutschland kommt.<\/p>\n<p><em>Hallo \u00a0M.<\/em><\/p>\n<p><em>ich habe alles durchgelesen und mir sehr gut gefahlen. Es ist Wahr, die meisten Frauen arbeiten f\u00fcr sich selber oder verheiratete Frauen verdienen das Geld f\u00fcr ihre Familie aber es gibt auch Fauen die in der Loverboysfahle reinrutschen. Die sind f\u00fcr mich auch Zuh\u00e4llter!!! Die bagern junge Fauen an, schicken sie zu arbeiten f\u00fcr &#8222;eine sch\u00f6ne gemeinsame Zukunft&#8220;; nach paar Jahre wenn die Frau nicht mehr so gut verdient, wird sie verlassen und eine neue gesucht. In der Zeit das ganzes Geld was die Frau verdient, geht nur zu ihm, sie hat nichts davon ausser eine gemeinsame Mietwohnung und paar Markenklamotten und der Typ &#8222;liebt sie so sehr&#8220;!!!<\/em><\/p>\n<p><em>Hier soll Frau Schwarzer auf eine Idee kommen, wie sie diese Frauen helfen kann und ihre Augen aufmacht weil sie werden von solche Typen richtig verarscht und manipuliert. Hier soll sie eingreifen und nicht die Arbeit von anderen Frauen weg nehmen, die aus dem Geld ein Ziel im Leben haben!!<\/em><\/p>\n<p><em>Die Frau Schwarzer soll auch wissen dass die Freier sehr oft die Frauen helfen, ob finaziell oder pers\u00f6nliche Probleme und das ohne eine Dienstleistung zur\u00fcck zu bekommen. Und nicht dass sie die Freier als Vergewaltiger darstellt&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Ich finde es gut was ihr macht, viel Gl\u00fcck weiter und wenn Neuigkeiten sind, schreib mir bitte.<\/em><\/p>\n<p><em>L.G. D.<\/em><\/p>\n<p>Auch D. war in der \u201eLoverboyfalle\u201c. Sie trennte sich von ihrem Typen, was mit den auch in seri\u00f6sen Kreisen vorkommenden Schweinereien einer Trennung einherging. Danach arbeitete sie weiter als Sexdienstleisterin und findet das prima, weil das Geld nun in ihre eigene Tasche flie\u00dft.<\/p>\n<p>Was die geplante Gesetzgebung anbelangt, werden Loverboyzuh\u00e4lter in Zukunft wenig Probleme damit haben, dass sich ihre M\u00e4dels als Prostituierte anmelden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dagegen haben Frauen, die dieser Arbeit selbstst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig nachgehen, uns erz\u00e4hlt, dass sie mit dieser Art von Registrierung ein gro\u00dfes Problem haben.<\/p>\n<p>Also eine Verschiebung zugunsten der Zuh\u00e4lterei. Ist es das, was Frau Schwarzer wollte?<\/p>\n<p>Wir sind es leid, immer dieselben Schauergeschichten vom Stra\u00dfen- und Drogenstrich zu h\u00f6ren. Das ist eine andere Welt, die nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcrs Gewerbe in Deutschland ist. Auch die gruseligen Krimis von menschengehandelten Frauen stimmen nicht mit dem \u00fcberein, was wir aus Laufh\u00e4usern und Apartments kennen. Wir schlagen deshalb eine repr\u00e4sentative Querschnittsstudie mit ca. 100 Frauen vor, die als SDLs in Deutschland arbeiten.<\/p>\n<p>Die Studie w\u00e4re unseres Erachtens leicht durchzuf\u00fchren und w\u00fcrde etwa 10 000 Euro kosten, wenn sich die SDLs das Interview mit 100 Euro bezahlen lassen (unteres Preislimit f\u00fcr eine Stunde im Laufhaus). Es lie\u00dfe sich ein farbiges Potpourri an Lebensgeschichten erstellen, dass in den Details die ganze Spannbreite von lustig bis traurig beinhaltet.<\/p>\n<p>Die Geschichten haben wohl mit Armut und den Verh\u00e4ltnissen in den Herkunftsl\u00e4ndern der Frauen zu tun, aber Frau Schwarzer w\u00fcrde staunen: Unserer (langj\u00e4hrigen) Erfahrung nach haben die Frauen alle Probleme dieser Welt, nur ein Problem haben sie nicht: dass es M\u00e4nner gibt, die f\u00fcr Sex als Dienstleistung bezahlen. Wenn SDLs manchmal richtig schlechte Laune haben, dann ist es deshalb, weil keine Kunden kommen.<\/p>\n<p>Sicher haben Sie Frau Schwarzer zu Ihrer Runde am kommenden Dienstag eingeladen. In Talkshows rumsitzen geh\u00f6rt ja zu ihrem Gewerbe. Und wer kann es ihr verdenken. Sie verdient ja nicht schlecht dabei, h\u00f6chst eloquent ihr h\u00f6chst einfaches Weltbild zum Besten zu geben.<\/p>\n<p>Wenn Frau Schwarzer den Vergewaltigungsvorwurf vorbringt, sollte der Freiervertreter (hoffentlich finden Sie einen, der \u00fcberzeugen kann) \u2013 so unser Vorschlag\u00a0 &#8211; eine Unterlassungserkl\u00e4rung einfordern oder mit dem Anwalt drohen. Man muss sich auch nicht \u00f6ffentlich als M\u00f6rder bezeichnen lassen, wenn man keiner ist. Au\u00dferdem ist es eine Beleidigung f\u00fcr die SDLs und ein Schlag ins Gesicht jeder Frau, die wirklich vergewaltigt wurde.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen Ihnen viel Erfolg mit der Show und werden sie nat\u00fcrlich aufmerksam verfolgen,<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen, Freieroffensive&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach Erscheinen des Briefes bekamen wir eine Anfrage von &#8222;Menschen bei Maischberger&#8220; f\u00fcr eine Sendung zum Thema &#8222;Prostitution&#8220; am Dienstag den 20. Januar 2015. Leider mussten wir passen. 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