Sorry, das wird etwas länger. Wem
die Prosa zu viel ist, der sollte gleich zu Mira springen.
Prolog
Schon den ganzen Tag regnet es, ich bin down und mir geht dieses Lied im Kopf
rum.
When I look into your eyes
I can see a love retrained.
Als ich jetzt in Richtung Wilhelmsplatz laufe, legt es nochmal ein paar Eimer
zu. Ich schlage den Kragen hoch, ziehe die Mütze tiefer und spüre wie die
Feuchtigkeit weiter trotzig auf mich zu kriecht. Der Ort passt zum Wetter: hier
wurde früher mit dem Schwert geköpft, meistens Frauen, weil man das damals für
eine vergleichsweise humane Methode hielt – zur Freude der Zuschauer, denn das
Gaffen und sich weiden am Leid der anderen war auch vor youtube schon erfunden.
Das Wasser springt auf der Straße im Scheinwerferlicht und strömt ohne weniger
zu werden in einem breiten Schwall über die empörten Gullis. Alles hastet wie
auf der Flucht – zum Rewe, zum Zigarettenholen, zum Pumpen ins McFit, zur
Liebsten oder einfach nur nach Hause ins Warme.
Ich finde unter dem Vordach des La Concha Schutz – eine der letzten Bastionen
der guten alten Eckkneipen-Kultur die noch nicht durch eine hippe Gin-Bar
verdrängt wurde oder durch eine Negroni-Bude in der die Barkeeper sich schon
cooler vorkommen als McQueen in Bullit dabei aber so halbstark wirken wie
Cruise in Cocktail.
Nicht so im guten alten La Concha wo man sich noch begegnen kann, egal wie alt
Du bist, egal was Du hast und egal wo Du herkommst….und Rauchen kann man auch
– zumindest jetzt noch, denn wenn die Verbotskultur so weitergeht ist damit
auch bald Schluss. Danach kommt unser Hobby dran (der interfraktionelle
Ausschuss zur „Zukunft“ der Prostitution hat im Oktober erstmals
getagt) und am Schluss verbieten sie noch den Wein und das Wixen.
„Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu
leben.“ – das ist nicht von mir sondern von der großen Edith Piaf. Die ist
zwar keine 50 geworden aber gelebt hat sie für Zwei und bereut hat sie auch nichts.
Mit klammen Fingern fische ich mir eine Lucky aus dem Päckchen. Die
Streichhölzer sind durchweicht. Zum Glück habe ich noch mein Old Boy
eingesteckt und auf das ist Verlass. Ich ziehe den ersten würzigen Rauch ein
und mit ihm die Illusion von Wärme und Geborgenheit.
Die Teenies am Tisch neben mir feiern ihre kleine Flucht aus dem hirnrissigen
Bildungsersatz-auf-Speed den wir G8 nennen mit ein paar Runden
„Mexikaner“. An der Bar sitzen die Stammis bei Bier und Kurzem, die
üblichen Verdächtigen spielen Backgammon.
Ich bestelle mir ein Glas – just tryin‘ to kill the
pain. An Tagen wie diesem fehlt mir deine Stimme besonders und ich kann
nicht fassen, dass sie verstummt ist.
And it’s hard to hold a candle
in the cold November rain.
Der Alkohol, das Nikotin und die Wärme vertreiben schließlich die schwarzen
Gedanken weit genug, dass ich mich wieder dem Leben und der Straße zuwende.
Der Regen hat nachgelassen, ein paar schnelle Schritte klären den Kopf. Im Deli
an der Ecke gegenüber dem Züblin hole ich mir was für frischen Atem, ziehe in
Gedanken durch die Häuser, schöne Erinnerungen werden wach: an Valy im DFH,
Nicole in der Roten Wölfin, Sofia und Bianca im Edelweiss. Das wird dann auch
mein erster Weg. Dort angekommen stehe ich direkt am Kopfende der Treppe des
ersten Stocks plötzlich vor
Mira
Sie sitzt auf einem Stuhl direkt in der Türe, die Beine nach oben auf den Stuhl
gezogen und schaut auf das Handy auf ihren Knien. Diese Junges-Mädchen-Pose hat
gleichzeitig etwas Rührendes und auch Scharfes, denn durch den Spalt zwischen
ihren Beinen zeichnet sich ihr Höschen mit einem schön gewölbten Venushügel ab.
Dass Sie dazu bildhübsch ist, sieht man auf den ersten Blick. Ich bleibe stehen
und jetzt kommt der entscheidende Moment – es dauert nur kurz und sie schaut
auf und mir direkt in die Augen: ein strahlendes Lächeln und wache Augen lassen
mir keine andere Wahl als heute bei ihr zu bleiben.
Wir sprechen kurz Deutsch, wechseln dann ins Englische was sie sehr gut
beherrscht. Sie steht auf und jetzt erst sehe ich, wie klein und zierlich Mira
gebaut ist – aber auch was für einen sexy-Hardbody sie hat. Dazu trägt sie
weiße Wäsche mit kleinen Rosen drauf, was wieder zur Spannung zwischen
unschuldig-süß und sexy beiträgt. Sie riecht übrigens auch sehr gut und achtet
auf Sauberkeit.
Mira bietet das Ortsübliche, dazu als Extras mit Aufschlag Lecken oder Küssen.
Gar nicht üblich ist aber ihr reizendes Wesen und dazu der lockere, witzige und
erstaunlich offene Smalltalk mit ihr – eine junge Lady mit Stil und Geist. Ich
bin mehr als doppelt so alt und erlebe ihre Freundlichkeit als Geschenk.
Als wir dann zum Wesentlichen kommen bin ich geflasht von ihrer einfühlsamen,
professionellen aber in keiner Weise abgezockten Art.
Was bleibt: wie sie auf dem Bettrand kniet, den Hintern etwas rausgestreckt ,
die Hände über die stehenden A-Cups nach unten streichend die federnd wieder
nach oben springen.
Ihre schmale Taille mit beiden Händen zu umfassen und sie dann weiter zu ihrem
Hintern wandern zu lassen, während sie mich gefühlvoll vor mir kniend verwöhnt.
Ihre kleinen aber eleganten Hände die meinen Schwanz irgendwie größer wirken
lassen.
Ihr sanftes und unaufdringliches Stöhnen nah an meinem Ohr. Sie vor mir, den
Oberkörper auf das Bett abgelegt und schön im Hohlkreuz wie ein gespannter
Bogen wodurch der Venushügel sich anbietet, der perfekte kleine Apfelpo…
Danach keine Hektik sondern noch ein netter Plausch über dies und das wobei sie
mir noch ihre gesamte Unterwäsche-Kollektion vorführt so dass ich mir was für den
nächsten Besuch wünschen kann. Damit sollte ich nicht zu lange warten denn ewig
bleibt sie wohl nicht mehr hier.
But lovers always come, and lovers always go
and no one’s really sure who’s lettin‘ go today
walking away.
Epilog
Ich gönne mir an dem Abend noch eine Zigarre im Jigger&Spoon, lass mir von
Tom Cruise ein paar Drinks mischen, treffe zufällig alte Freunde und lerne noch
zufälliger ein paar neue kennen. Das habe ich Mira zu verdanken, die mich heute
wieder auf’s Gleis gesetzt hat. Mein Tipp: den Therapeuten sparen und das Geld
bei Mira anlegen.
https://www.vidoevo.com/video/OFNiVU…-november-rain
