Mira im Novemberregen

Sorry, das wird etwas länger. Wem die Prosa zu viel ist, der sollte gleich zu Mira springen.

Prolog

Schon den ganzen Tag regnet es, ich bin down und mir geht dieses Lied im Kopf rum.

When I look into your eyes
I can see a love retrained.

Als ich jetzt in Richtung Wilhelmsplatz laufe, legt es nochmal ein paar Eimer zu. Ich schlage den Kragen hoch, ziehe die Mütze tiefer und spüre wie die Feuchtigkeit weiter trotzig auf mich zu kriecht. Der Ort passt zum Wetter: hier wurde früher mit dem Schwert geköpft, meistens Frauen, weil man das damals für eine vergleichsweise humane Methode hielt – zur Freude der Zuschauer, denn das Gaffen und sich weiden am Leid der anderen war auch vor youtube schon erfunden.
Das Wasser springt auf der Straße im Scheinwerferlicht und strömt ohne weniger zu werden in einem breiten Schwall über die empörten Gullis. Alles hastet wie auf der Flucht – zum Rewe, zum Zigarettenholen, zum Pumpen ins McFit, zur Liebsten oder einfach nur nach Hause ins Warme.

Ich finde unter dem Vordach des La Concha Schutz – eine der letzten Bastionen der guten alten Eckkneipen-Kultur die noch nicht durch eine hippe Gin-Bar verdrängt wurde oder durch eine Negroni-Bude in der die Barkeeper sich schon cooler vorkommen als McQueen in Bullit dabei aber so halbstark wirken wie Cruise in Cocktail.

Nicht so im guten alten La Concha wo man sich noch begegnen kann, egal wie alt Du bist, egal was Du hast und egal wo Du herkommst….und Rauchen kann man auch – zumindest jetzt noch, denn wenn die Verbotskultur so weitergeht ist damit auch bald Schluss. Danach kommt unser Hobby dran (der interfraktionelle Ausschuss zur „Zukunft“ der Prostitution hat im Oktober erstmals getagt) und am Schluss verbieten sie noch den Wein und das Wixen.
„Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben.“ – das ist nicht von mir sondern von der großen Edith Piaf. Die ist zwar keine 50 geworden aber gelebt hat sie für Zwei und bereut hat sie auch nichts.

Mit klammen Fingern fische ich mir eine Lucky aus dem Päckchen. Die Streichhölzer sind durchweicht. Zum Glück habe ich noch mein Old Boy eingesteckt und auf das ist Verlass. Ich ziehe den ersten würzigen Rauch ein und mit ihm die Illusion von Wärme und Geborgenheit.

Die Teenies am Tisch neben mir feiern ihre kleine Flucht aus dem hirnrissigen Bildungsersatz-auf-Speed den wir G8 nennen mit ein paar Runden „Mexikaner“. An der Bar sitzen die Stammis bei Bier und Kurzem, die üblichen Verdächtigen spielen Backgammon.

Ich bestelle mir ein Glas – just tryin‘ to kill the pain. An Tagen wie diesem fehlt mir deine Stimme besonders und ich kann nicht fassen, dass sie verstummt ist.

And it’s hard to hold a candle
in the cold November rain.

Der Alkohol, das Nikotin und die Wärme vertreiben schließlich die schwarzen Gedanken weit genug, dass ich mich wieder dem Leben und der Straße zuwende.
Der Regen hat nachgelassen, ein paar schnelle Schritte klären den Kopf. Im Deli an der Ecke gegenüber dem Züblin hole ich mir was für frischen Atem, ziehe in Gedanken durch die Häuser, schöne Erinnerungen werden wach: an Valy im DFH, Nicole in der Roten Wölfin, Sofia und Bianca im Edelweiss. Das wird dann auch mein erster Weg. Dort angekommen stehe ich direkt am Kopfende der Treppe des ersten Stocks plötzlich vor

Mira

Sie sitzt auf einem Stuhl direkt in der Türe, die Beine nach oben auf den Stuhl gezogen und schaut auf das Handy auf ihren Knien. Diese Junges-Mädchen-Pose hat gleichzeitig etwas Rührendes und auch Scharfes, denn durch den Spalt zwischen ihren Beinen zeichnet sich ihr Höschen mit einem schön gewölbten Venushügel ab. Dass Sie dazu bildhübsch ist, sieht man auf den ersten Blick. Ich bleibe stehen und jetzt kommt der entscheidende Moment – es dauert nur kurz und sie schaut auf und mir direkt in die Augen: ein strahlendes Lächeln und wache Augen lassen mir keine andere Wahl als heute bei ihr zu bleiben.

Wir sprechen kurz Deutsch, wechseln dann ins Englische was sie sehr gut beherrscht. Sie steht auf und jetzt erst sehe ich, wie klein und zierlich Mira gebaut ist – aber auch was für einen sexy-Hardbody sie hat. Dazu trägt sie weiße Wäsche mit kleinen Rosen drauf, was wieder zur Spannung zwischen unschuldig-süß und sexy beiträgt. Sie riecht übrigens auch sehr gut und achtet auf Sauberkeit.

Mira bietet das Ortsübliche, dazu als Extras mit Aufschlag Lecken oder Küssen. Gar nicht üblich ist aber ihr reizendes Wesen und dazu der lockere, witzige und erstaunlich offene Smalltalk mit ihr – eine junge Lady mit Stil und Geist. Ich bin mehr als doppelt so alt und erlebe ihre Freundlichkeit als Geschenk.
Als wir dann zum Wesentlichen kommen bin ich geflasht von ihrer einfühlsamen, professionellen aber in keiner Weise abgezockten Art.

Was bleibt: wie sie auf dem Bettrand kniet, den Hintern etwas rausgestreckt , die Hände über die stehenden A-Cups nach unten streichend die federnd wieder nach oben springen.
Ihre schmale Taille mit beiden Händen zu umfassen und sie dann weiter zu ihrem Hintern wandern zu lassen, während sie mich gefühlvoll vor mir kniend verwöhnt.
Ihre kleinen aber eleganten Hände die meinen Schwanz irgendwie größer wirken lassen.
Ihr sanftes und unaufdringliches Stöhnen nah an meinem Ohr. Sie vor mir, den Oberkörper auf das Bett abgelegt und schön im Hohlkreuz wie ein gespannter Bogen wodurch der Venushügel sich anbietet, der perfekte kleine Apfelpo…

Danach keine Hektik sondern noch ein netter Plausch über dies und das wobei sie mir noch ihre gesamte Unterwäsche-Kollektion vorführt so dass ich mir was für den nächsten Besuch wünschen kann. Damit sollte ich nicht zu lange warten denn ewig bleibt sie wohl nicht mehr hier.

But lovers always come, and lovers always go
and no one’s really sure who’s lettin‘ go today
walking away.

Epilog
Ich gönne mir an dem Abend noch eine Zigarre im Jigger&Spoon, lass mir von Tom Cruise ein paar Drinks mischen, treffe zufällig alte Freunde und lerne noch zufälliger ein paar neue kennen. Das habe ich Mira zu verdanken, die mich heute wieder auf’s Gleis gesetzt hat. Mein Tipp: den Therapeuten sparen und das Geld bei Mira anlegen.


https://www.vidoevo.com/video/OFNiVU…-november-rain